ERFAHRUNGSBERICHTE

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Ich bin im Herbst 2019 für drei Monate mit der Organisation „Schüleraustausch Spanien“ nach Alicante geflogen. Am Flughafen hat mich Petra Hirner freundlich empfangen, mir das wichtigste vorab schon mal erklärt, bevor ich dann meine Gastfamilie kennengelernt habe, die mich sogar vom Flughafen mit abgeholt hat. Meine erste Woche waren noch Schulferien, so dass wir in der Strandwohnung der Familie die erste Woche verbracht haben. Auch hier wurde mir alles gezeigt, genauso wie in der eigentlichen Wohnung, in der ich ein großes Zimmer mit viel Platz für meine Sachen hatte. Ana (meine Gastmutter) ist eine hervorragende Köchin. Das Essen war oft typisch spanisch und echt lecker. Meine Gastfamilie (Ana, Jose mit den Kindern Lucía und Marina) war die beste, die man sich vorstellen kann. Sie haben mir alles Mögliche gezeigt, ich durfte mit Kochen und Backen, ich habe Familienfeiern erlebt – sie haben mich total in das Familienleben integriert. Wir haben einige Ausflüge gemacht, zum
Klettern in die Berge oder nach Benidorm oder sind zusammen ins Einkaufszentrum gegangen. Als ich krank war haben sich alle super um mich
gekümmert, sodass ich schnell wieder gesund wurde.
Der Schulanfang war eine Woche nachdem ich angekommen bin, ich war auf der Schule I.E.S GAIA in San Vicente zusammen mit meinen spanischen Schwestern Marina und Lucía. Alle Schüler waren super nett und haben, genauso wie die Lehrer Rücksicht auf mich genommen, damit ich gut im Unterricht mitkomme. Am Ende meines Aufenthaltes habe ich auch eine Art Zeugnis bekommen, mit Noten meiner Schulzeit dort.
Mit Petra von der Austauschorganisation und dem anderen Austauschschüler haben wir viele coole Ausflüge gemacht, wie z.B. Standup Paddeling oder einfach nur so an den Strand gehen, wir waren im Schokoladenmuseum und auf der Burg Santa Barbara, haben die Stadt Alicante erkundet während der ersten Tage. Petra hat sich super um mich gekümmert und mir bei allem möglichen geholfen, vor allem bei Anmeldungen, aber auch bei alltäglichen Dingen, wie dem Kaufen einer Telefonkarte oder so.
Petra hat für mich organisiert, dass ich während meines Austausches in San Vicente Judo weiter trainieren konnte. Das war besonders toll.
Ich hatte bevor ich zum Austausch ging, 2 Jahre Spanisch in der Schule als zweite Fremdsprache. Am Anfang war ich echt überrascht wie gut ich alle
verstanden habe, aber ich habe mich erstmal schwer getan mit dem Sprechen. Schon nach ein paar Wochen hat sich mein Spanisch gut verbessert, so dass ich mich super verständigen konnte. Der Sprachkurs hat mir mit der Grammatik und den verschiedenen Zeitformen weitergeholfen. Zurück in Deutschland kann ich mich nun mit meiner Spanischlehrerin fließend unterhalten.
Ich war sehr traurig, als ich nach drei Monaten von all den tollen Menschen die ich kennenlernen durfte Abschied nehmen musste – meine Zeit in Spanien war „MEGA“ schön, ich habe sehr viel gelernt und ich werde die Zeit in San Vicente nie vergessen. Ich hoffe, dass ich im kommenden Sommer mit meiner Familie nach Alicante fliegen und ihnen die Stadt und die Plätze, die sie von den Fotos und meinen Erzählungen kennen, in echt zeigen kann.

Ich heiße Pia und bin 15 Jahre alt. Ich habe schon drei Jahre lang in Österreich Spanisch in der Schule gelernt und bin jetzt schon länger als zwei Monate in San Vicente del Raspeig, Alicante, um meine Spanischkenntnisse zu verbessern.

Wann und wieso habe ich mich dazu entschieden, ein Auslandssemester zu machen?

Zugegebenerweise ist das Interesse an einem Auslandsaufenthalt sehr spontan gekommen. Ich habe schon von einigen in meinem Bekanntenkreis gehört, dass jemand ein Auslandssemester/-jahr macht/gemacht hat. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, bzw. habe ich mir vor einem Jahr noch nicht vorstellen können, mich für längere Zeit von meiner Familie, von meinen Freunden und von meiner gewohnten Umgebung zu entfernen. In unserer Schule werden jedes Jahr Flyer ausgeteilt, auf denen steht, wo man sich nähere Informationen zu Auslandsaufenthalten holen kann. Ich bin dann Ende Januar mit meinem Papa zu einer Art Messe gefahren, bei der sich verschiedene Organisationen vorgestellt haben. Da ich mir aber noch sehr unsicher war, ob ich das überhaupt machen möchte, habe ich mich eher weniger mit den einzelnen Organisationen beschäftigt, sondern mich dort eher denen unterhalten, die schon einen Auslandsaufenthalt hinter sich haben. Die nächsten Wochen habe ich auch sehr viel darüber nachgedacht und mit meiner Familie darüber gesprochen. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass man sicher sehr stark davon profitiert und dass dir niemand mehr diese Erfahrung nehmen kann. Die offizielle Entscheidung, dass ich ein Auslandssemester machen werde, habe ich Ende März getroffen und war dann auch ab dem Zeitpunkt einerseits erleichtert, dass ich zu diesem Entschluss gekommen bin, aber andererseits war ich auch sehr nervös.

Wie bin ich zur Organisation „Schüleraustausch Spanien“ gekommen?

Eine Freundin von mir, die schon ein Jahr älter ist, hat diese Organisation gefunden und hat sich auch schon überlegt, ob sie einen Auslandsaufenthalt machen soll. Jedoch hat sie es schlussendlich doch nicht gemacht. Als ich mich genauer über viele, große Organisationen informiert habe, hatte ich Zweifel, dass die Gastfamilien bei sehr großen Organisationen regelmäßig besucht werden und ob in dieser Familie ein Austauschschüler immer gut aufgehoben ist. Die vorher erwähnte Freundin hat mir dann glücklicherweise die Organisation „Schüleraustausch Spanien“ weiterempfohlen. Meine Mama hat Petra, die Inhaberin der Firma, per E-Mail angeschrieben und hat sehr rasch eine sehr nette Antwort bekommen. Schritt für Schritt hat sich alles weiterentwickelt und ich kam immer näher zum Beginn meines Aufenthaltes.

Die ersten Tage nach der Ankunft

Am 1. September wurde ich am Flughafen von Petra und meiner Gastschwester sehr nett empfangen. Petra hat mir sofort alles erklärt, was ich für den Anfang mal wissen muss. Als wir vom Flughafen in San Vicente angekommen sind, hat mir Petra noch alle wichtigsten Orte gezeigt und meine Gastschwester und mich anschließend in die Wohnung gebracht. Der erste Eindruck war sehr gut. Die Wohnung ist schön eingerichtet und ich habe mich bei meiner Familie von Anfang an sehr wohl gefühlt. Sie hat zusätzlich zu der Stadtwohnung in San Vicente auch ein Apartment am Strand in Alicante, was natürlich toll ist, weil wir, bis Ende September, jedes Wochenende hingefahren sind und im Meer waren, am Strand abendgegessen haben und die Zeit dort einfach genossen haben.
In der ersten Woche hatte ich mit den zwei anderen deutschen Austauschschülerinnen spanischen Privatunterricht, um noch einmal das Wichtigste zu wiederholen. Außerdem haben wir uns alle gemeinsam mit Petra San Vicente genauer angeschaut und an einem anderen Tag sind wir nach Alicante gefahren und haben eine „Sightseeing-Tour“ gemacht. Das waren zwei echt nette Ausflüge. Eine Woche nach meiner Ankunft hat auch schon die Schule begonnen. Natürlich waren wir alle drei sehr nervös, weil man gar nicht weiß, was einen erwartet. Aber es ist alles sehr gut gelaufen. Ich bin in einer Klasse gelandet, in der mir geholfen wird, wenn ich etwas brauche und wir drei haben auch schon nette Freunde gefunden.

Zusätzliche Informationen

Ich fühle mich sehr wohl in meiner Gastfamilie. Sie unternehmen viel mit mir, zum Beispiel waren wir schon in einer weiter entfernten Stadt, sie wollen mit mir auf eine Insel fahren, wir waren auf einer Hochzeit, … San Vicente liegt sehr praktisch, da man in 20 Minuten im Zentrum von Alicante ist. Außerdem gibt es viele Freizeitangebote.
Ich merke nach zwei Monaten natürlich schon, wie sehr sich meine Sprachkenntnisse gebessert haben. Anfangs musste ich viel mehr nachdenken, als ein Spanier/eine Spanierin gesprochen hat, also ich habe mir teilweise die Sätze auf Deutsch übersetzen müssen, um alles zu verstehen, was sie mich gefragt haben. Auch wenn ich etwas sagen wollte, habe ich mir die meisten Sätze im Vorhinein durchgedacht und sie dann gesagt. Jetzt verstehe ich auch schon viel mehr, wenn die Spanier untereinander reden und ich kann mich mit den Spaniern ganz normal unterhalten. Manchmal fällt es mir gar nicht mehr auf, dass ich gerade ein spanisches Gespräch führe.
Außerdem unternimmt Petra echt viel mit uns. Wir waren, wie vorher erwähnt, in der ersten Woche in Alicante und auch schon ein weiteres Mal, wir waren Paddel spielen, surfen, dann sind wir auf das Castillo Santa Barbara gefahren und danach Trampolinspringen, wir werden sehr bald einen ganzen Tag in Valencia verbringen, auf den ich mich schon sehr freue. Tapas essen steht auch noch an und noch viele weitere Sachen. Sie macht viele Ausflüge mit uns und möchte uns so viel wie möglich zeigen. Man merkt, dass das Wichtigste für sie ist, dass es uns gut geht. Sie schreibt uns regelmäßig an, ob alles passt. Sie ist natürlich auch die erste Ansprechperson, wenn ein Problem auftreten sollte, oder wenn es einem einmal mal nicht so gut geht. Sie bringt uns auch zum Arzt, wenn wir krank werden.

Ich kann nicht beschreiben, wie überglücklich ich bin, diese Organisation weiterempfohlen und ausgewählt zu haben, weil sich Petra seit Anfang um alles kümmert.

Ich kann diese Organisation nur weiterempfehlen! Die Gastfamilien werden regelmäßig besucht und nur genommen, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind und man hat auch Petra als Ansprechperson, die echt immer für einen da ist.

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Eindruck in mein jetziges Leben geben und vielleicht habe ich dich auch ja animiert und du überlegst dir auch, so ein Abenteuer zu machen! Ich freue mich auf weitere, großartige vier Monate!

September 2017 – Februar 2018

Mein Auslandsaufenthalt im wunderschönen Alicante

¡Hola!

Mein Name ist Jacqueline und ich wohne nördlich von Hamburg. Im Sommer letzten Jahres habe ich die Schule beendet und daraufhin über die Organisation „Schüleraustausch Spanien“ an einem zweieinhalb monatigen Auslandsaufenthalt in Alicante, Spanien teilgenommen, von dem ich gerne berichten möchte:

In den letzten Jahren der Schulzeit wird man oft gefragt, was man nach dem Abschluss machen wolle. Wie bei vielen anderen meiner Mitschüler war auch meine Antwort darauf: erstmal ins Ausland! Wohin und wie lange? Keine Ahnung. Meine Pläne konkretisierten sich jedoch, nachdem ich mich mit einem guten Freund über seinen Auslandsaufenthalt in Spanien unterhielt. Er erzählte mir, dass er einige Monate in Alicante in einer spanischen Gastfamilie verbracht hat. Er berichtete von seinen Erlebnissen, seiner Familie und seinen neuen spanischen Freunden und der Universität von Alicante, welche er während seines Aufenthaltes besuchte.

Ab diesem Zeitpunkt ging alles ganz schnell – ich informierte mich weiter auf der Internetseite der Organisation, sah mir Erfahrungsberichte auf YouTube an und berichtete schlussendlich meiner Mutter von meiner Idee. Abgesehen von den deutlich wärmeren Temperaturen, reizte mich dort natürlich auch die spanische Sprache und Kultur. Also trat ich mit Petra Hirner, der Organisatorin von „Schüleraustausch Spanien“, in Verbindung und teilte ihr meine Vorstellungen über den Reisezeitraum und meinen Aufenthalt mit. Kurz danach schickte sie mir zwei Dateien mit Bildern und kurzen Informationen über Familien zu, welche für mich in Frage kommen könnten. Als Vorschlag zeigte sie mir eine sympathisch aussehende Familie mit zwei Töchtern – eine jünger und eine älter als ich. Perfekt!

Schon im Voraus bestand dann die Möglichkeit mit meiner Wunschfamilie in Kontakt zu treten, damit man sich schon einmal etwas annähern kann, was ich natürlich auch tat. Man ist ja neugierig, bei wem man im Ausland wohnen wird! J

Am 1. September 2015 ging es endlich los! Nach einem großen Abschied am Flughafen flog ich alleine über München zum Flughafen Alicante. Meine mangelnden Spanischkenntnisse bei Antritt der Reise machten mich nur noch nervöser und ich hoffte, dass alles gut laufen würde.

Am Flughafen angekommen wurde ich direkt von einem breiten Grinsen in der Eingangshalle empfangen – das musste Petra Hirner sein! Wir verstanden uns von Anfang an super, sie beantwortete mir alle meine Fragen und erzählte mir ein bisschen etwas über Alicante und meine neue Gastfamilie.

Als mein persönlicher Transfer fuhr sie mich direkt zum Haus meiner neuen Gastfamilie. Die Nervosität stieg merklich und mein Herz pochte mir bis zum Hals, als wir vor dem Tor meines neuen Zuhauses angekommen waren. Bevor wir klingelten gab Petra mir noch ein Handbuch mit allerlei Karten, Buszeiten, Informationen über Alicante, Notfallnummern und und und. Dann traten wir ein. Das Haus, in dem ich die nächsten zweieinhalb Monate verbringen durfte, war schon von außen wunderschön, der Hof riesig und sogar ein Pool war vorhanden. Da hatte ich echt Glück gehabt! Meine neue Familie wartete schon auf mich und zeigte mir sofort freudig das Haus, mein Zimmer und alles was man eben sehen muss, damit man sich dort wie Zuhause fühlen kann. Gaspar, der Vater der Familie und ein Meisterkoch, wie ich im Nachhinein sagen kann, hatte schon Essen gekocht.

Die Schule, welche ich besuchen sollte, war noch geschlossen, da ich während der Ferienzeit ankam. Daher hatte ich genug Zeit mir die Umgebung anzugucken, meine neue Familie und die Freunde von den Gasttöchtern kennenzulernen und mich richtig einzuleben. Nachmittags und abends aß ich regelmäßig mit meiner Familie zusammen und verbesserte dadurch schon deutlich meine Sprachkenntnisse.

Nach ungefähr einer Woche, lernte ich dann auch die anderen deutschen Austauschschüler kennen und wir fuhren alle zusammen in die Innenstadt und zum wunderschönen Hafen von Alicante, wo Petra mit uns eine Sightseeing- Tour unternahm. Für mich persönlich war es toll, sich mit den anderen Schülern auszutauschen und zu hören, wie es ihnen in ihren Familien geht und was sie schon erlebt haben. Solche gemeinsamen Treffen haben wir ab da an regelmäßig unternommen. An anderen Tagen waren wir zum Beispiel abends zusammen in einem Restaurant oder haben sportliche Aktivitäten unternommen, wie eine Flamenco- Tanzstunde oder eine Padel- Stunde.

So, am 10. September waren dann die Ferien vorbei und der Ernst des Lebens begann – die Schule. Frühes Aufstehen und eine neue Klasse inklusive Lehrer, die eine andere Sprache sprechen als ich. Ich war froh, dass ich die Möglichkeit hatte, mit meiner jüngeren Gastschwester Miriam in eine Klasse zu gehen, sodass ich am ersten Tag nicht ganz alleine war. Ich traf Petra vor der Schule und sie stellte mich dem wirklich netten Direktor der Schule vor. Danach geleitete er mich in meine neue Klasse und präsentierte mich meinen neuen Kameraden. Schon nach kurzer Zeit jedoch unterhielt ich mich mit meinen neuen Mitschülern, lernte Namen und neue spanische Wörter dazu und fühlte mich von Stunde zu Stunde wohler. Ich war so erleichtert und bin es heute noch, dass alle mich so freundlich aufgenommen und mich in ihre Klassengemeinschaft eingebunden haben.

Nach der Schule unternahm ich sehr oft etwas mit meiner Gastschwester und ihren Freunden oder fuhr mit meinen spanischen Eltern in die Innenstadt. Auch zeigten mir meine Gasteltern am Wochenende andere Städte wie Vilajoyosa oder Santa Pola, wo wir dann die berühmten spanischen Churros mit Schokoladensoße frühstückten. J

Nach kurzer Zeit half mir Petra auch, mich in einem Fitness Studio in der Nähe anzumelden. Da mein Gastvater, wie ich bereits erwähnte, ein richtiger Meisterkoch war, tat Sport irgendwann auch Not.J Auch als ich mich kurzfristig dazu entschloss, dass ich gerne an Bachata- Tanzkursen teilnehmen möchte, war Petra sofort zur Stelle, erkundigte sich für mich und meldete mich schlussendlich an.

Mit ihr stand ich durchgehend in Kontakt. Sie erkundigte sich von Anfang an regelmäßig wie es mir geht, ob ich etwas brauche oder Probleme habe. Sobald ich mich krank fühlte, brachte sie mir sofort etwas aus der Apotheke und als meine Kreditkarte streikte, kümmerte sie sich sofort darum. Kurz gesagt: Petra ist genauso eine Person, die man um sich herum haben möchte, wenn man alleine in einem fremden Land ist. Für mich war sie immer der erste Ansprechpartner, aber auch Ersatzmutter und gleichzeitig eine Freundin, bei der ich wusste, dass ich immer zu ihr kommen kann, egal was mir auf dem Herzen liegt. Dafür auch nochmal ein Danke an dich, liebe Petri! J

Alles in allem kann ich noch immer sagen, dass ich in Alicante die Zeit meines Lebens verbracht habe. Sowohl den Ort für einen Auslandsaufenthalt, als auch die Organisation „Schüleraustausch Spanien“ kann ich nur empfehlen und ich bin so froh, dass ich die Möglichkeit hatte, diese Erfahrungen zu machen. Ich habe viele spanische, aber auch deutsche Freunde fürs Leben kennen gelernt, die spanische Kultur gelebt, mein Spanisch deutlich verbessert und ich bin 100% sicher, dass ich, so schnell ich kann, wieder dorthin zurückkehren werde!

Jacqueline Voigt, 20 Jahre

Schon als wir in Deutschland mit Petra angefangen haben zu schreiben war sie super nett und hat uns alles in Ruhe erklärt.
Ich habe gesagt was meine Hobbys sind und dadurch hat sie mir ein paar Gastfamilien rausgesucht die das gleiche machen. Aber ich habe mir das Verzeichnis selber noch einmal angeschaut und bin doch auf einen Vorschlag von Petra eingegangen.
Als alles klar war ging es auch schon bald los. Petra hat alles geregelt und ist immer für jede Frage offen die man hat.
Als ich am 31.08 hier her gekommen bin wartete Petra schon gespannt am Flughafen auf mich und begrüßte mich mit meiner Gastfamilie super herzlich. Wir fuhren alle zu mir nach Hause ich bekam noch ein paar Unterlagen und Informationen.
Wir hatten alle 1 Woche lang jeden Tag 3 Stunden Spanischunterricht was mir denke ich super geholfen hat.
Ich war super krank und auch da war Petra immer für mich da. Ich musste ins Krankenhaus und Petra saß die ganzen Stunden was mehr als 10 waren neben mir und wich nicht von meiner Seite. Ich fühlte mich sehr sicher und hatte keine Angst im Krankenhaus da Petra die ganze Zeit bei mir war. Petra kam auch oft zu Besuch zu mir ins Krankenhaus und war immer für mich da, was sie jetzt auch noch ist.
Ich kann mir keine bessere und nettere Organisation vorstellen.
Es wird sich um einen gekümmert und man fühlt sich nicht alleine gelassen.
Bei großen Organisation hätte ich sicherlich alleine im Krankenhaus gesessen.
Wir machen auch viele Ausflüge wir sind z.B nach Valencia gefahren und haben einen Kochkurs gemacht. Was immer super schöne Stunden waren.
Mit Petra hat man super viel Spaß und ist eigentlich nur am lachen.
Ich habe jetzt für die letzen 2 Monate die Familie gewechselt aus dem Grund das meine alte Familie viele Wettbewerbe hatte und ich nicht mehr so gut mit meiner Gastschwester klar kam. Auch da war Petra für mich da wir haben uns hingesetzt und uns die Gastfamilien angeschaut.
Diese Organisation ist die beste für einen Schüleraustausch in Spanien egal über welchen Zeitraum.

¡Hola! Ich heiße Antonia und bin 16 Jahre alt. In den Osterferien habe ich eine Woche in der wunderschönen Stadt Alicante verbracht, von der ich gerne berichten würde. Ende März ging es also für mich los. Trotz des etwas verspäteten Flugs bin ich gut am Flughafen in Alicante angekommen, wo mich Petra Hirner mit einem Lächeln im Gesicht schon erwartet hat. Während der Autofahrt zu meiner Gastfamilie hat sie mir alles Wichtige erklärt, was ich für den Aufenthalt wissen musste. Als wir dann schließlich vor der Wohnung der Gastfamilie standen, war ich sehr aufgeregt. Doch die Familie hat mich sehr freundlich empfangen und mir mein Zimmer gezeigt. Die Familie bestand aus den Eltern, einer 17 jährigen Tochter und einem 2 jährigen Sohn, der Down-Syndrom hatte und besonders süß war. Die Mutter war sehr fürsorglich und hat immer alles dafür getan, dass es mir während des Aufenthalts wirklich gut geht. Noch am selben Tag hat mir die Gastschwester ihre Freunde vorgestellt, mit denen wir dann noch den restlichen Nachmittag verbracht haben. Insgesamt habe ich viel von Alicante und der Umgebung kennen gelernt. Einen Tag war ich mit meiner Gastfamilie am Strand von San Juan, der, im Gegensatz zu dem Strand im Zentrum von Alicante, besonders schön ist, da er sehr sauber ist und dort nur wenige Menschen sind. Auch sind wir zu der Burg in Alicante gefahren, von der man die ganze Stadt sehen konnte. Ebenfalls hat mir der Ausflug zur Castell de Guadalest sehr gut gefallen. Als weiteres Highlight waren wir in der etwas größeren Stadt Benidorm, wo ich dann mit meiner Gastschwester shoppen gegangen bin. Da ich schon einige Male mit meiner Gastschwester und deren Freunden in Zentrum von Alicante war, durfte ich dann schließlich an einem Tag auch alleine mit der Straßenbahn dorthin fahren, um noch ein bisschen shoppen zu gehen. Da ich zur Osterzeit in Alicante war, gab es abends immer Straßenumzüge, bei denen wir dann zugeschaut haben. An den 3 Tagen, die keine Feiertage waren, hatte ich den Spanisch-Intensivkurs. Obwohl es jeweils 3 Stunden am Stück waren verging die Zeit wie im Flug und es hat auch Spaß gemacht. Die Lehrerin ist auch auf meine Wünsche eingegangen und hat mir mit viel Mühe alles erklärt. Insgesamt kann ich sagen, dass es eine sehr schöne Zeit war, ich viel gelernt habe und ich am liebsten noch ein bisschen länger dort geblieben wäre.

Unsere Tochter hat in der Zeit von September bis November 2015 an einem 3- monatigen Schüleraustausch über die Organisation Schüleraustausch Spanien teilgenommen.

Da sie sich erst Anfang 2015 dazu entschlossen hat und auch dann erst angefangen hat intensiv spanisch zu lernen, wurde der Austausch besonders in sprachlicher Hinsicht zu einer echten Herausforderung.

Anfang September machte sie sich dann auf den Weg nach Alicante. Am Flughafen wurde sie von Frau Hirner in Empfang genommen, die sie dann zur Gastfamilie brachte.

In den ersten Tagen  lernte sie die anderen Austauschschüler kennen und Frau Hirner machte die Gruppe mit der Umgebung bekannt und zeigte die wichtigsten Dinge.

Es folgte dann auch ein Spanischkurs vor Ort, der auch die Zeit bis zum Schulbeginn überbrückte. Auch zum ersten Schultag begleitete Frau Hirner sie . Unsere Tochter wurde von der Klasse sehr nett aufgenommen und hatte vom ersten Tag an Anschluß zu den Mitschülern.

Vor Ort gibt es auch viele Möglichkeiten sich Sportvereinen anzuschließen. Unsere Tochter hat sich letzendlich für ein Fitnessstudio entschieden.

Unter den Austauschschülerinnen herrschte ein guter Kontakt, der auch von Frau Hirner durch gemeinsame Unternehmungen unterstützt wurde. Man ging zusammen frühstücken, versuchte sich im Flamencotanzen, ging Tapas essen und einiges mehr.

Frau Hirner war für unsere Tochter immer erreichbar und stand mit Rat und Tat zur Seite. Sei es bei Heimweh, verlorengegangenen Paketen, Verständigungsproblemen mit der Gastfamilie, Fahrradkäufen und vielem mehr. Auch für unsere elterlichen Sorgen und Nöte  hatte sie ein offenes Ohr und bemühte sich umgehend um eine Lösung.

Die Betreuung durch Frau Hirner ist auf jeden Fall sehr gut, umfaßend und zuverlässig.

Unsere Tochter hat in der Zeit viel erlebt und sicherlich viele Erfahrungen gemacht, an die sie sich noch lange erinnern wird.

In den Sommerferien 2015 war ich in Alicante bei einer Gastfamilie. Diese Familie war sehr nett. Sie hat mich gut aufgenommen und mit mir schöne Ausflüge gemacht. Wir waren zum Beispiel am Fluss, am Strand und haben an einem Mittag einen Ausflug zur Burg von Alicante gemacht. Von da gab es einen schönen Ausblick auf Alicante.

Der Spanisch-Unterricht war sehr interessant und ich habe viel in den 20 Stunden gelernt. Ich glaube, dass ich in der Schule jetzt bessere Noten schreiben werde, weil ich jetzt viel mehr Wörter kenne und viel mehr verstehe. Die Sprache ist mir nun viel mehr „im Ohr“.

Morgens bin ich meisten um 10 Uhr aufgestanden und habe zu Frühstück ein Müsli gegessen. Danach sind wir oft zum Pool in der Wohnanlage gegangen. Da waren immer andere Jungs und Mädchen mit denen ich schnell Kontakt bekam. Von denen konnte ich auch gut die spanische Sprache lernen. Manchmal haben sie mich auch nach deutschen Wörtern gefragt.

Mittagessen gab es in der Regel  um halb 3. Manchmal haben wir dann einen Mittagschlaf gemacht.

Abends sind wir noch zum Pool gegangen. Dort haben wir auch Karten gespielt. Abends sind die Familie und ich zum Meer. Das war sehr schön in der Dämmerung und in der Nacht am Strand zu sein.

In Alicante habe ich die Stadt kennengelernt. Verschiedene Strände.

Einmal waren wir mit der ganzen Familie bei den Großeltern Tortillia essen.

Mir es in Spanien bei der Familie und generell sehr gut gefallen und ich kann jedem der sich dafür interessiert nur sagen: mach es!!

Bereits am ersten Samstag der Sommerferien begann mein dreiwöchiger Aufenthalt in Spanien. Um etwa sechs Uhr morgens startete das Flugzeug in Richtung Alicante. Vom Flughafen abgeholt wurde ich von Petra Hirner, die alles organisiert hatte. Sie stand den gesamten Aufenthalt über als Ansprechpartnerin vor Ort zur Verfügung. Sie brachte mich direkt zu meiner Gastfamilie im etwa 30 Minuten entfernten San Vicente, wo ich gleich herzlich empfangen wurde. Ich lernte meine Gasteltern kennen, sowie meinen kleinen Gastbruder von 12 Jahren und meine Gastschwester (21). Ich selbst bin 16 Jahre alt und unternahm daher sehr viel mit meiner Gastschwester Veronica. Sie zeigte mir den Strand, die Stadt Alicante bei Tag sowie
bei Nacht und ich lernte einige ihrer spanischen Freunde kennen. Der Spanischunterricht fand bei mir, nicht wie im Normalfall, auf den gesamten Aufenthalt verteilt statt, sondern nur in der ersten Woche. Es waren meist Einzelstunden, die in der Wohnung der Lehrerin stattfanden. Somit hatte ich einen „Intensivkurs“ von 20 Wochenstunden, was ich jedoch recht gut fand. Der Grund für diese Stundenverteilung war, dass meine Gastfamilie mich in der zweiten Woche mit in ihr Heimatdorf nahm. El Bonillo, so der Name des Dorfes, befindet sich in Castilla-la Mancha, im Zentrum von Spanien. Dort gibt es jedes Jahr eine einwöchige „Feria“, bei der das ganze Dorf feiert. Tagsüber gibt es die verschiedensten Wettbewerbe für
Groß und Klein. Somit bekam ich einen guten Einblick in die Traditionen dieser Dörfer abseits des Tourismus. Ich lernte die restliche Familie, die Großeltern, Tanten und Onkels, Cousinen und Cousins, sowie viele Freunde kennen und erlebte das spanische Familienleben hautnah. Nachts war ich mit meiner Gastschwester unterwegs, tagsüber gab es zum Beispiel traditionelles Paellaessen im Landhaus oder sogar einen Stierkampf. Die letzte Woche verbrachte ich dann wieder in San Vicente und hatte somit die Chance noch einmal das Meer zu sehen. Im Großen und Ganzen kann ich einen Aufenthalt in einer spanischen Gastfamilie nur empfehlen, es ist auf jeden Fall eine Erfahrung, die man nie vergisst! Man sollte jedoch mindestens 3 Wochen buchen, denn es braucht seine Zeit, um sich an den neuen Lebensstil zu gewöhnen. Allein der Rhythmus des Tagesablaufes bringt einen anfangs ganz schön durcheinander (Frühstück 9:00 Uhr, Mittagessen 14:00 Uhr, Abendessen 22:00 Uhr).
Tagsüber läuft alles eher ruhig ab, die Familie bleibt zuhause und es wird viel Fernsehen geschaut. Auf die Straße gehen die Spanier dann erst nach
Sonnenuntergang; wenn man ausgeht zum Feiern, dann nicht vor 1 Uhr nachts. Es ist auch nicht unüblich, dann erst um neun oder zehn Uhr morgens wieder nach Hause zu kommen. Für mich war es auf alle Fälle interessant, Spanien einmal auf die Art und Weise kennenzulernen, die einem als Tourist verborgen bleibt. Nicht nur Urlaub in einem Hotel zu machen, sondern den Alltag mit einer einheimischen Familie zu erleben, bietet einem die Möglichkeit mehr über die Kultur zu erfahren und zusätzlich seine Sprachkenntnisse zu verbessern. (Was man übrigens auch schon
nach 3 Wochen deutlich merkt!)

Mein Auslandsjahr 2014/15 (6. Oktober 2014 – 13. Februar 2015)

Mein Name ist Lara, ich bin 16 Jahre alt und komme aus Berlin. Im Oktober 2014 habe ich mich entschieden, für ein halbes Jahr (4,5 Monate) nach Spanien zu gehen, um meinen Wortschatz und mein fließendes Sprechen für mein anstehendes Abitur aufzubessern.

Die Organisation „Schüleraustausch Spanien“ habe ich gewählt, weil ich meine Entscheidung, ein Auslandsjahr einzulegen, erst einen Monat vor meinem Flug getroffen habe und es kaum Organisationen gibt, die es möglich machen, alles Nötige so kurzfristig zu organisieren. Petra schlug mir eine Gastfamilie vor (mit denen sie ständig in Kontakt steht) und meldete mich in der Schule an. Eine Woche später holte sie mich dann vom Flughafen ab, brachte mich zu meiner Gastfamilie und stattete mich mit einer Prepaid-Handykarte aus, damit wir immer in Kontakt stehen konnten. Eine Tramkarte bekam ich auch, um mit der Straßenbahn in das, eine halbe Stunde entfernte Stadtzentrum von Alicante fahren zu können. Das ist immer sehr zeitaufwändig. Eigentlich hat man auch Supermärkte, ein Kino und verschiedene Restaurants in San Vicente, sodass man nicht auf die weite Fahrt angewiesen ist. Generell kann man sagen, dass in Spanien alles etwas preiswerter als in Deutschland ist, gerade was Kleidung angeht. In den ersten Tagen zeigte mir Petra die Zentren von San Vicente und Alicante und stellte mich den anderen Austauschschülerinnen vor. Dadurch, dass die Organisation sehr klein und persönlich gehalten ist, waren wir anfangs fünf und zum Schluss sieben Austauschschülerinnen, mit denen ich auch regelmäßigen Kontakt hatte. Einmal im Monat trafen wir uns auch zum gemeinsamen Kaffeetrinken, Bowlen oder Tapasessen, um uns auszutauschen. Um anfängliche Verständnisschwierigkeiten auszugleichen, kam mich in den ersten Wochen zwei Mal die Woche eine Spanischlehrerin besuchen, die mir auf Spanisch Sprachunterricht gab, was mir vor allem half, die Grammatik und den alltäglichen Sprachgebrauch aufzufrischen.

Meine Familie wohnte in einem kleinen Haus, zwanzig Minuten zu Fuß vom Zentrum von San Vicente entfernt. Ich hatte einen 14-jährigen Gastbruder, mit dem ich morgens immer zur Schule gefahren wurde und mit dem ich nach Schulende gemeinsam nach Hause gelaufen bin und eine 19-jährige Gastschwester. Den besten Kontakt hatte ich zu meiner Gastmutter, die immer sehr viel mit mir geredet hat und mich auch korrigierte. Sie war immer für mich da. Ich wurde von Anfang an sehr gut in das Familienleben einbezogen und auch der Oma und den Geschwistern meiner Gastmutter vorgestellt, mit denen wir auch Weihnachten und Silvester verbrachten. Aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien müssen viele Familien sehr auf das Geld achten und leben sehr sparsam. Trotzdem versuchten sie, mir so viel wie möglich zu zeigen. Dazu gehörten Ausflüge nach Elche und Benidorm oder auch an einem Sonntag in einem Restaurant Mittagessen zu gehen.

An den Tagesablauf musste ich mich erst einmal gewöhnen. In Spanien isst man erst um drei Uhr Mittag und um neun oder zehn Abendbrot. Dazwischen wird die berühmte Siesta gehalten. In einer Schulwoche wartete schon das frisch gekochte Mittagessen auf uns, sodass ich mich um nichts kümmern musste. Generell wurde nie erwartet, dass ich im Haushalt mithalf und als ich entschied, mir wenigstens mein Schulbrot selbst zu schmieren, wurde ich auch mehrmals darauf hingewiesen, dass das wirklich nicht nötig ist. Umsorgt wurde man hier wirklich zur Genüge. Nicht nur das Bekochtwerden, sondern auch das ständige Kutschieren mit dem Auto gehört zum Alltag, da die Spanier etwas bequemer sind und nicht gerne laufen. An deutschem Essen habe ich definitiv das deutsche Körnerbrot vermisst, da Spanier sich hauptsächlich von Weißbrot ernähren. Ansonsten gibt es viel Reis, wie in der Sonntagspaella, sowie Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse aus der Region, wie Orangen und Mandarinen. Neben Brot ist das zweite Hauptnahrungsmittel hier das Olivenöl, welches das Heilmittel für so ziemlich alles darstellt. Zu Weihnachten kommen dann auch noch die traditionellen Mandelsüßigkeiten hinzu. Außerdem kommt man hier nicht weg, ohne einmal „Churros con chocolate“ probiert zu haben.

Von meinem ersten Schultag an wurde ich in meiner Schule sehr gut aufgenommen. Petra begleitete mich. Die Direktorin wies mich einer 10. Klasse zu und gab mir meinen Stundenplan mit den Wahlpflichtfächern, die ich mir vorher ausgesucht hatte. Da man in der Comunidad Valenciana zusätzlich zum normalen Castellano auch Valenciano und Geschichte auf Valenciano hat und Valenciano eine eigenständige Sprache ist, konnte ich in diesen Stunden am Unterricht in anderen Klassen meiner Stufe teilnehmen. Da für mich die 10. Klasse Wiederholung war, konnte ich einigermaßen folgen und auch mitarbeiten. Ich durfte zum Beispiel mal einen Text vorlesen und wurde auch ab und zu gefragt, ob ich etwas dazu sagen will, aber keiner zwang mich zu Höchstleistungen. Im Gegenteil, es wurde sogar sehr wenig von mir erwartet und die Lehrer waren sehr erstaunt darüber, dass ich teilweise auch die Hausaufgaben erledigt hatte und das war oft mehr, als die Spanier selbst vorweisen konnten. Die Arbeiten musste ich zwar auch mitschreiben, aber oft wurden sie nur korrigiert und unbenotet gelassen. Das spanische Bildungsniveau ist im Gegensatz zu unserem eher sehr niedrig, sodass ich die ganze Zeit gut mitkam und das Jahr auch bestanden hätte. Das Unterrichtsgespräch ist hier besonders wichtig. Meist wird die ganze Zeit laut und durcheinander mit den Lehrern diskutiert, die man hier mit dem Vornamen anspricht.

Außer dieser gab es in meiner Schule auch noch eine Cafeteria, in der man sich, wenn man sein „Bocadillo“ vergessen hatte ein frisch belegtes kaufen konnte. Der Unterricht begann um 8 Uhr und endete in der Regel um 14 oder 15 Uhr. Dazwischen wurde das Schultor abgeschlossen, sodass man nicht zu spät kommen oder früher gehen konnte. Nach dem Mittag besuchen viele Schüler eine „Academia“, in der sie die Hausaufgaben machen und Nachhilfe bekommen, sodass man sich unter der Woche eher nicht mit Freunden trifft. Ein Instrument spielen hier leider die Wenigsten und ich fand auch keinen Chor oder ein Orchester, in dem ich meine Geige hätte spielen können. Nach einiger Zeit fand ich dann aber mit Petras Hilfe eine Tanzschule, in der ich zweimal wöchentlich Sevillanas tanzen lernte. Ansonsten traf ich mich nachmittags mit den anderen Austauschschülerinnen. Meine Klassenkameraden waren von Anfang an sehr offen und interessiert und haben mich mit Fragen gelöchert. Das flachte nach einigen Tagen jedoch wieder ab, aber ich hatte in den Pausen immer eine Mädchentruppe aus den Parallelklassen, mit denen ich quatschen konnte. Ich kann aber nicht sagen, ob unser Verhältnis in der Zeit wirklich so gut geworden ist, dass wir den Kontakt halten werden können. An den Wochenenden habe ich mich ein paar Mal mit ihnen zum Filme gucken, zum Abendessen oder zum Feiern gehen getroffen. Um Party zu machen, fährt man hier gegen Mitternacht mit der Tram oder dem Nachtbus nach Alicante ins Barrio. Das ist die Altstadt, in deren kleinen Gassen sich abends kleine Clubs und Bars öffnen. Zwischen vier und sechs Uhr morgens fährt man dann gemeinsam wieder nach San Vicente, wo mich mein Gastvater abholte, damit ich auf keinen Fall allein auf der Straße unterwegs bin.

Zum Schluss kann ich sagen, dass ich dieses halbe Jahr auf keinen Fall verpasst haben möchte. Ich habe es erfolgreich geschafft, mich an den doch völlig anderen Lebensstil anzupassen und Probleme ohne elterliche Hilfe zu klären. Außerdem habe ich eine neue Sprache gelernt, wie man sie im normalen Spanischunterricht nicht mitbekommt. Mir sind viele interessante Menschen begegnet, die ganz anders sind, als die Personen, die ich zu Hause täglich um mich habe. Sie haben mir gezeigt, dass man auch ruhig mal das Leben genießen kann und nicht immer alles so strikt perfekt organisiert sein muss, wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Ich hoffe, dass ich noch einmal die Möglichkeit habe, meine Gastfamilie und spanischen Freundinnen wiederzusehen.